Wydawca treści Wydawca treści

Geotouristik

Das Gebiet des Muskauer Faltenbogens zeichnet sich durch den Reichtum an geologischen Formen und die geomorphologische Vielfalt der Gegend aus. Wenn wir die entsprechenden Stellen und die geologischen Prozesse kennen und mit diesen in Zusammenhang stehende ästhetische Eindrücke durchleben, werden wir von einfachen Besuchern zu wirklichen Geotouristen.

Im Geopark Muskauer Faltenbogen warten auf die Besucher sehr viele wirklich sehenswerte Orte. Das außergewöhnliche Landschaftsbild, Ergebnis menschlichen Einwirkens, und die geologische Vielfalt laden zu Wander- und Fahrradtouren ein. Die im Geopark angestammten geologischen Objekte wurden mit Natur- und Lehrpfaden sowie Touristen- und Fahrradwegen verbunden. Wir möchten Sie dazu anregen, sich die  touristische Infrastruktur dieses Gebiets einmal etwas genauer anzusehen.  

Fahrradtour. Fot. Assist Media

Mit dem Rad durch den Geopark

Sowohl im polnischen wie im deutschen Teil des Muskauer Faltenbogens können Touristen ein gut ausgebautes Netz an Fahrradwegen nutzen. Zweiradfreunden stehen hierbei viele Routen zur Verfügung, die entsprechend den interessantesten Natur-, Landschafts- und Kulturattraktionen angelegt sind. Nachstehend präsentieren wir die wohl beliebtesten. Zur Karte hier klicken

  • Auf den Spuren des einstigen Bergbaus – Diese 22 km lange Strecke verläuft durch Gebiete, in denen einst Braunkohle abgebaut wurde. Hier kann man erfahren, wie die Gewinnung, der Transport und die Verarbeitung dieses Rohstoffes ausgesehen haben. Der ideale Ausgangspunkt für einen Ausflug ist das Heimatmuseum in Klein- Kölzig, wo es sich durchaus lohnt, einen Abstecher in die Alte Ziegelei zu machen oder sich die rekonstruierte Schmalspurbahn anzusehen. Was man auf keinen Fall verpassen sollte, ist der Aussichtsturm am Felixsee, von dem aus sich eine herrliche Aussicht auf die Umgebung bietet. 
  • Geologische Tour – Ein Touristenweg von 23 km Länge, ideal für all diejenigen, die den Zusammenhang zwischen den heutigen Landschaftsformen und den geologischen Prozessen verstehen möchten, die sich vor Tausenden von Jahren abspielten. Die Strecke verläuft über den längsten Gieser hin zum zweitgrößten Findling (Finkenstein) im Muskauer Faltenbogen. Das Ziel ist ein Bergbaurestgewässer, das je nach den Wetterverhältnissen unterschiedliche Farben annimmt.  
  • Wolfs-Tour – Ein Fahrradweg von 43 km Länge, der in der Ortschaft Steinbach an der Neiße beginnt und zum Findlingspark in Nochten führt. Entlang der Strecke gibt es 18 Themen-Stationen, die alles Wissenswerte zum Thema Wolf, seine Biologie und seinen Schutz vermitteln. Mehr Informationen über diesen Fahrradweg finden Sie  hier.
  • Auf den Spuren der Glasherstellung - Der zweitlängste Fahrradweg (33 km) führt zu wichtigen Punkten der Herstellung von Glasprodukten, die mithilfe von Glassand, Braunkohle und Holz angefertigt werden. Beginnen kann man die Tour auf dem Parkplatz der ehemaligen Glashütte in Döbern.  
  • Endmoräne bei Jerischke und Täler der Lausitzer Neiße - Diese Tour ist 24 km lang. Start und Ziel liegen im deutschen Jerischke. In der Ortschaft befindet sich eine Schule, wo in interessanter Weise die Entstehung des Muskauer Faltenbogens, seine Flora und seine Fauna vorgestellt werden. Die Strecke verläuft durch das Gebiet des größten Waldareals in Brandenburg und das Tal der Lausitzer Neiße. Ein absolutes Muss ist eine 20 m hohe und 1 km breite Anhöhe aus Findlingen, Sand und Kies. Der Lissberg und der Weinberg sind Teil der "Jerischker Endmoräne”.
  • Rund um Hermannsdorf – Den Ausflug auf diesem 13 km langen Fahrradweg beginnt man am besten am Aussichtsturm Schwerer Berg in Weißwasser. Bekannt ist die Stadt für ihre Glaserzeugnisse, die im einzigen Glasmuseum Sachsens bewundert werden können. Weiter verläuft die Route östlich des Tagebaus entlang und führt hin zum Lausitzer Findlingspark Nochten, der am Rande des Muskauer Faltenbogens liegt. In diesem Park kann man mehr als 3.000 Elemente aus Gletschergestein besehen, was diesen Park zu einem der interessantesten geotouristischen Objekte des Geoparks von überregionalem Charakter macht.  
  • Durch das Torfmoor auf der Eisenbahnstrecke Tuplice – Łęknica – Der Fahrradweg von 25 km Länge führt auf der ehemaligen Eisenbahnstrecke durch das Torfmoor über den in Tuplice beginnenden und in Łęknica endenden Abschnitt. Auf diesem Weg kann man viele Elemente der einstigen Infrastruktur des Eisenbahnwesens kennenlernen. Die Strecke verläuft über die folgenden Bahnhöfe: Tuplice – Chełmica – Żarki Wielkie – Chwaliszowice – Nowe Czaple – Łęknica.  
  • Der geotouristische Pfad der "Ehemaligen Babina-Grube" - Ein Wanderweg von 5 km Länge, der in der Ortschaft Nowe Czaple beginnt und in Łęknica endet. Der Pfad befindet sich im Landschaftspark "Muskauer Faltenbogen" und umfasst einen Teil der gewaltigen Stirnmoräne, die während der mittelpolnischen Vereisung entstanden ist. Der Pfad führt durch das Gelände eines ehemaligen Braunkohle- und Keramikton-Tagebaus und ist für all diejenigen interessant, die die hier vor sich gehenden geologischen Prozesse verstehen möchten. Ein absolutes Muss ist der Aussichtsturm, von dessen Spitze aus sich eine wunderschöne Aussicht auf das größte Bergbaurestgewässer bietet: „Afryka”. Bei gutem Wetter kann man in der Ferne sogar die 1.602 m hohe Schneekoppe ausmachen. Erstaunliche Felsformationen in Kombination mit mehrfarbigen "Seen" garantieren ein  außergewöhnlich ästhetisches Erlebnis und viel Freude am direkten Kontakt mit der Natur.   

Weitere Radwege im Geopark: Geotouristischer Pfad „Drachenberge” von Łęknica – Żary.

Natur- und Lehrpfade – vgl. Karte

  • Geotouristischer Pfad „Ehemalige Babina-Grube” – Detaillierte Beschreibung des Pfades hier. 
  • Natur- und Lehrpfad „Wanderung durch den Wald von Jerischke”,
  • Ökologie- und Lehrgarten in Eichwege (Dobern),
  • Natur- und Lehrpfad „Altes Schleifer Teichgebiet” in Schleife,
  • Natur- und Lehrpfad „Preschener Mühlbusch” w Preschen,
  • Wanderwef „Märchenwald”,
  • Wanderweg „Zerna”
  • Niederlausitzer Tertiärwald und Findlingsallee im „Spreeauenpark” in Cottbus,
  • Wanderweg „Große Schacksdorfer Teiche”.

Die Natur von oben betrachtet

Auf dem Gebiet des Geoparks stehen fünf Aussichtstürme, von denen aus Besucher die wunderschöne, atemberaubende ausgedehnte Landschaft bewundern können. Zwei davon befinden sich im polnischen Teil, drei auf deutscher Seite.                        

Aussichtsturm am größten Bergbaurestgewässer "Wyrobisko - Łuska C" (Abbauraum - Schuppe C) am geotouristischen Pfad „Ehemalige Babina-Grube ”. Fot. Assist Media.

  • Hölzerner Aussichtsturm am geotouristischen Pfad "Ehemalige Babina-Grube" – Er befindet sich am größten Bergbaurestgewässer "Afryka" und misst 30 Meter. Das Panorama der Region kann man von zwei Terrassen aus genießen - sie befinden sich in  15 und 24 m Höhe.  
  • Beobachtungs und Aussichtsturm in Jeziory Wysokie – Der Turm ist einer der höchsten Punkte in der Region (41 m) und erinnert vom Aussehen her an einen Leuchtturm. Das Objekt wurde zum Symbol des Forstkomplexes „Bory Dolnośląskie” (Niederschlesische Heide). Außer zu touristischen Zwecken erfüllt der Turm natürlich auch seine Funktion als Feuerwarnvorrichtung. Bevor man jedoch von der Aussichtsterrasse aus die unglaublich schöne Aussicht auf die umliegenden Wälder, Felder und Zuchtteiche genießen kann, müssen 176 Treppenstufen bewältigt werden.   
  • Hölzerner Aussichtsturm am Felixsee – Der Turm misst 36 m Höhe und besitzt drei Aussichtsterrassen, von denen die oberste über die 160 Treppenstufen erreicht werden muss. Auf den Plattformen befinden sich Info-Tafeln über die geologische Geschichte dieser Region. Der nahe gelegene See ist ein Relikt des ehemaligen Bergwerks Felix. 
  • Der Aussichtsturm „Am Schweren Berg” bei Weißwasser – Der 30 m hohe Betonturm verfügt über 4 Aussichtsterrassen, von denen aus die Bergbaufolgelandschaft, die infolge des langjährigen Braunkohle-Tagebaus hinterlassen wurde, hervorragend überblickt werden kann. 
  • Die Bastei im Neuen Schloss von Bad Muskau – Die kleine Aussichtsterrasse befindet sich in einer Höhe von 35 m und bietet den Besuchern die Aussicht auf den Muskauer Park, die Stadt Bad Muskau und die Umgebung.  

Die Unterwasserwelt des Geoparks

Versunkene Wälder und Gruben, blühende unterseeische Wiesen und eine beispiellose Vegetation, die man nirgends sonst findet - all das wartet darauf, von Tauchern in den zahlreichen Seen des Muskauer Faltenbogens entdeckt zu werden. Wir möchten Sie dazu anregen, Ihr Unterwasser-Abenteuer in einem Wasserreservoir namens „Jedynka” - der Eins - zu beginnen, wo auf Tauchfreunde zwei Unterwassertrassen warten.  
Das Wasserreservoir „Jedynka” befindet sich am geotouristischen Pfad der "Ehemaligen Babina-Grube", unweit der Ortschaft Łęknica.

Zu entdecken gibt es: einen versunkenen Schatz, einen Spukwald, eine versunkene Maschine, eine Wasserhöhle, versunkene Gleise und Wagen sowie eine schöne Ecke mit Lilien. 

Die Unterwasserwelt des Geoparks. Fot. Krzysztof Jersak

Das Wasserreservoir „Jedynka” befindet sich am geotouristischen Pfad der "Ehemaligen Babina-Grube", unweit der Ortschaft Łęknica.

Unterwasserroute für Taucher im Reservoir  "Jedynka". Mit freundlicher Genehmigung: Krzysztof Jersak. Fot. Assist Media.